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Wien

Obwohl Österreich so nahe liegt, kenne ich so gut wie gar nichts von diesem Land, dessen Dialekt ich eigentlich aber so mag Ich hab's bisher nur nach Wien geschafft, und ah ja, einmal für ein Wellnessweekend irgendwohin. Ich hoffe, irgendwann werde ich Österreich noch mehr erkunden...

 

Wien - 29.6.-2.7.06

Hotel Nestroy Mercure Imlauer

Wien fing da an, wo das miauen aufhörte. 4 Tage mal nicht die Katzen im Mittelpunkt haben, klang zu verlockend. Da nahmen wir sogar in Kauf, dass wir auf den 5.30-Bus mussten. Was mitten in der Nacht ist. Übrigens mitten in der Geburtstagsnacht meines Freundes. Aber ich hatte vorgesorgt - die Geschenke waren reiseklein und kamen mit

Unser Hotel hatten wir vorab übers Internet gebucht: Das Hotel Nestroy Mercure Imlauer. Fliegen taten wir mit Swiss, die ja nun nicht mehr so swiss ist wie sie klingt. Merkte man auch beim Cheesy vor dem StephansdomRetourflug, der Austrian Airlines war. Der Preis war etwas höher als AirBerlin, dafür flog der Flieger bereits Sonntagabend retour statt Montagfrüh, womit man sich die weitere (sinnlose) Übernachtung schenken konnte, bzw. in die Fluggesellschaft investieren.

So ging's also los... und wir waren da. Zum ersten Mal so richtig in Österreich. Die Ankunft im Hotel war super. Perfekt ausgewählt. Mehr dazu aber unter den Hotelinformationen.

So perfekt, dass uns der Regen draussen für einen Moment die Laune verdorb und das Zimmer uns ermutigte, drin zu bleiben. Aber natürlich doch nicht lange, zu sehr trieb es uns in die Stadt. So z.B. zum Stephansdom. Bzw. liefen wir eigentlich einfach so in der Innenstadt rum und landeten plötzlich beim sogenannten "Steffl".

Stephansdom Wien

Den wir übrigens nicht sonderlich hübsch fanden. Viel zu schwarz. Das hier auf den Fotos (die übrigens wie immer bei mir durch drauf klicken gross werden) sind die einzig hellen Flecken gewesen :-)

Unser Weg führte uns auch an der Pestsäule vorbei. Vielleicht kennt Ihr dieses Volkslied hier?

Oh, du lieber Augustin, Augustin, Augustin,
Oh, du lieber Augustin, alles ist hin.
Geld ist weg, Mäd´l ist weg,
Alles hin, Augustin.
Oh, du lieber Augustin,
Alles ist hin.
Rock ist weg, Stock ist weg,
Augustin liegt im Dreck,
Oh, du lieber Augustin,
Alles ist hin.
Und selbst das reiche Wien,Pestsäule Wien
Hin ist's wie Augustin;
Weint mit mir im gleichen Sinn,
Alles ist hin!
Jeder Tag war ein Fest,
Und was jetzt? Pest, die Pest!
Nur ein groß' Leichenfest,
Das ist der Rest.
Augustin, Augustin,
Leg' nur ins Grab dich hin!
Oh, du lieber Augustin,
Alles ist hin!

Ähm ja, auf jeden Fall waren wir eben da *gg*

Volksgarten WienBevor wir retour gingen, schauen wir uns noch den Volksgarten an. Das schöne an Wien ist, dass es überall grün hat. Pärke mit Stühlen und einfach Natur. Gerade wenn man als letzten Citytrip Paris hinter sich hat, weiss man das umso mehr zu schätzen!

Warum wir so früh schon Sehnsucht nach dem Hotel hatten? Na weniger nach dem Hotel, viel mehr nach Dusche und frisch machen. Denn schliesslich war es der Geburtstag meines Freundes und eines der kleinen praktisch ins Handgepäck passenden Geschenke waren Tickets für das Musical Romeo & Julia, welches da gerade noch in Wien lief.

Also machten wir uns auf die Socken zum Raimund Theater. Wir waren zum Glück nicht allzu knapp dran mit der Zeit, denn bis wir das Theater denn wirklich gefunden hatten, dauerte es noch ein wenig. Naja, Wien ist halt gross.

Die Plätze waren einfach super! Eine der vordersten Reihen und man sah so richtig schön die Mimiken und Feinheiten der "Stars". Die Geschichte, die Leute, die Bühne... alles einfach perfekt. Gut, bis auf Romeo. Ich persönlich fand nicht, dass man da so ein blondes schwul wirkendes Bubi hätte nehmen müssen. Und nein, ich hab nichts gegen Schwule - aber nicht wenn er auf Julia stehen sollte *g*

Nach dem Musical überzeugte uns der Regen noch einzukehren und ich gönnte mir irgendeine Nachspeise, deren Namen ich leider nicht mehr aussprechen kann. Aber lecker wars *g*

 

Ein neuer Tag - noch schlechteres Wetter. Aber wir liessen uns die Laune nicht nehmen und gingen zum Schloss Schönbrunn.

Schloss Schönbrunn

Das Schloss selber liessen wir aus und besichtigten den Park, bzw. beliefen ihn ausgiebig. Dort hat es nämlich so allerlei: Z.B. einen Teich, ziemlich kitschige römische Ruinen und und und.

Wenn man einen kleinen Hügel hinaufsteigt, kommt man dann zum oberen Teil und kann schön auf das Schloss Schönbrunn herunterschauen. Lohnt sich!

Schloss Schönbrunn

Dort fing es dann nur leider dermassen zu regnen an, dass wir uns kurzentschlossen in das kleine Bähnlein setzten, dass dort seine Runden dreht und uns zurückkutschieren liessen.

Anschliessend war es Zeit zum Naschen! Zeit für den Naschmarkt! Wer dabei jetzt an Süssigkeiten denkt, liegt nur halb richtig. Schon im 16. Jahrhundert existierte an den Ufern der Wien - am Gelände des jetzigen KäferNaschmarkts - ein Bauernmarkt, auf dem vorwiegend Milchprodukte gehandelt wurden. Mit den historischen Verkaufsständen aus der Zeit des 1. Weltkriegs präsentiert sich der Naschmarkt heute als Wiener Sehenswürdigkeit ebenso, wie er auch weiterhin als Markt fungiert. Gehandelt werden heute Obst, Gemüse, Backwaren, Fisch und Fleisch. Seit einigen Jahren bietet der Markt auch eine riesige Auswahl an kulinarischen Erlebnissen der Extraklasse an. Es überwiegen griechische, ex-jugoslawische, türkische und asiatische Spezialitäten – aber so gut wie jede Nation ist vorhanden. Uns interessierte vor allem Tsatziki *hehe* Ja wir sind süchtig, wir geben es zu. Am Rande des Naschmarktes sahen wir noch dieses süsse Auto mit den Stinkefüssen *lach* Ich musste es einfach fotografieren!

Weiter ging's zu weniger süssen Sachen, nämlich zum Foltermuseum.

Foltermuseum Wien

Ich hatte eher leichte Kost erwartet, mehr Unterhaltung denn ernst. Aber ich muss sagen, das Museum ist wirklich echt gut gemacht! Man ist in einem Luftschutzbunker, wo man sich zuerst mal in die Lage versetzen kann, wie es sich anhört in einem Bunker wenn oben Bomben fallen. In den restlichen Räumen findet dann die Ausstellung statt. Viele Foltermethoden aus alter Zeit und deren Erklärung. Und damit das ganze nicht wie eine Fernsehgeschichte wirkt, kommt am Schluss der von amnesty international eingerichtete Raum, der einem in Erinnerung ruft, dass auch heute noch so einiges abgeht! Ich denke, das Museum braucht starke Nerven und eingen guten Magen. Mir war auf jeden Fall leicht übel danach!

Auf der Suche nach frischer Luft landeten wir bei der Votivkirche, bzw. eigentlich zuerst beim Sigmund-Freud-Park nebendran. Dort vertilgten wir das lecker Tsatziki und das Auberginen-mousse, zusammen mit dem Paprikabrot. Hach, wenn sowas doch nur bei uns auch einfacher zu kriegen wär!

Votivkirche Wien

ParkbusseDas witzige Foto mit den Parkzetteln schossen wir auf dem Weg zum Prater.
Wie lange muss man dastehen, um so eine tolle Sammlung an Busszetteln zu kriegen? :-)

Nun ging's aber weiter zum Prater, der von unserem Hotel ja auch nur einen Katzensprung entfernt ist.

Wiener Prater

Vielleicht lag es an der schlechten Wetterprognose (obwohl es zu der Zeit nicht geregnet hatte) oder am WM-Spiel, auf jeden Fall war alles wie ausgestorben! Richtig gruselig! Wir fragten uns, wie sowas rentieren kann. Auch konnten wir z.B. nicht auf die Geisterbahn... es waren zwar Leute da, aber sie fahren nicht. Ob sie wohl am WM gucken waren?

Wir liefen da also einfach ein wenig durch, guckten alles mal an, spielten ein wenig im Gamesalon und gingen dann bald unseres Weges weiter...

Prater in Wien

 

Neuer Tag, neue Kultur. Das bekannte Haus von Hunderwasser musste doch besichtigt werden. Wir als Gaudí-Fans mussten erst recht ein Bild davon verschaffen, ähneln sich doch gewisse Ansätze recht stark. Das Haus selber kann man von innen nicht besichtigen, da die Wohnungen effektiv vermietet sind. Was dafür noch in der Nähe liegt ist das Kunsthaus, welches auch von Hundertwasser mit-erstellt wurde. Das Brunnen-Foto in der folgenden Gallerie stammt von dort. Es ist echt witzig: Beim Eingangsbereich ist der ganze Boden uneben. Grund: Die Füsse sind eigentlich nicht dafür gedacht, über total platten Boden zu gehen sondern lieben Unebenheiten.

Hundertwasser in Österreich

Wir waren dort nicht in der eigentlich Kunsthaus-Ausstellung sondern nutzten die Gunst der Stunde, dass H.R. Giger eine Sonderausstellung dort hatte. Ich wollte immer schon mal sehen, was der sonst noch so fabriziert hat und so taten wir uns das an. Jawoll, antun passt sehr wohl, denn die Ausstellung war in meinen Augen nur abartig, bzw. die "Kunst", die Giger gemacht hat. Mir fehlt dafür wohl das Verständnis, speziell am Ende der Ausstellung wo der Herr nur noch eines im Kopf und vor Augen hatte... Aber gut, man Botanischer Garten Wienkann jetzt wenigstens mitreden und weiss Bescheid. Dazu ist das Museum selber echt schön und es wert, von innen angeschaut zu werden.

Weiter gings zum Schloss Belvedere, bzw. kamen wir zuerst am botanischen Garten vorbei. Seit ich eine Digitalkamera mit schönem Makromodus habe, fasziniert mich sowas extrem und somit hab ich mich natürlich auch schön ausgetobt :-) Achtung, es sind ganz viele Fotos *hehe* Aber dafür auch echt schöne! *ganzstolzbin*

Nach dem "Schlossgarten" fanden wir dann auch Schloss Belvedere

Schloss Belvedere Wien

Auch das schauten wir wie zuvor Schloss Schönbrunn nur von aussen an und wir vertraten uns vor allem Garten die Füsse . Auch ganz schön, wenn auch etwas kleiner.

Schloss Belvedere Wien

Letztes Ziel für diesen Tag: Der Karlsplatz mit der Karlskirche. An der waren wir zwar schon mal so halb vorbeigelaufen, aber eben auch nur mit halbem Augen *g*

Karlskirche

Dies war dann seit langem auch die erste Kirche, die Eintritt verlangte. Zuerst dachten wir noch "hm, sollen wir wirklich gehen...", aber im Nachhinein bin ich echt froh. Man kriegt nämlich wenigstens was fürs Geld. Einerseits haben sie Audioguides, so dass man noch ein wenig Hintergründe zu den Kunstwerken etc. erhält, andererseits kann an mit einem provisorischen Lift in die Höhe entschweben und die Kirche von oben anschauen. Mir ist dann auf dem unstabilen Gitter nur recht schwindelig geworden, weshalb ich nicht noch höher rauf ging (man konnte noch ein paar Stufen zu Fuss weiter).

Karlsplatz, Karlskirche

Und schon war unser letzter Abend angebrochen *sniff* Wir verbrachten ihn beim lecker indisch essen. Der Inder war zwar nicht ganz so preiswert wie damals in Paris, aber genauso lecker :-)

 

Letzter Tag *heul* Es hiess vom Hotel Abschied nehmen, Gepäck einlagern und die letzten Sachen anschauen. Nur was denn noch? Da das Wetter gar nicht mal übel aussah, wollten wir auf die Donauinsel, bzw. zur Unocity.

Unocity Wien

Es ist schon krass, wie man sich dort wie in einer anderen Stadt und nicht nur in einem anderen Stadteil fühlt.Liebe In Wien selber fühlt man sich der Zeit ein wenig hintendrein... in Unocity... das ist eher wie auf dem Potsdamer Platz!

Wir lungerten da also ein wenig rum bis die Sonne uns verliess, und liefen dann der Nase nach, bzw. den Augen nach zu der Kirche auf der anderen Seite der Donau, die uns interessierte. Unser Reiseführer will zu der Kirche zwar nichts sagen, aber es ist die Franz-von-Assisi-Kirche. Jawoll. Wir schauten die allerdings nur von aussen an. Ich weiss ehrlich gesagt auch nicht, ob man hätte reingehen können.

Franz-von-Assisi-Kirche Wien

Gögi in WienWie es immer so ist an letzten Urlaubstagen... irgendwie wartet man ja doch ungewollt ein wenig die Zeit ab, wann der Flieger geht. So sassen auch wir da und waren etwas ratlos, was wir nun noch tun sollten. Wir landeten beim Prater. Der diesmal um 180° anders war als zuvor. Nichts mehr von wegen ausgestorbener Platz und keine Leute! Es war noch irgendwie eine Art Fest und alles proppevoll!

Wir gingen unserem Plan nach. Den man kann unmöglich in Wien sein und Wien nicht aus dem Riesenrad anschauen. Oder? Et voilà, hier also ein paar Aussichten aus der Höhe, bzw. Abschlussfotos vom Riesenrad an und für sich.

Prater Riesenrad

Last but not least beschlossen wir, uns die verbleibende Zeit mit erneutem Tsatziki in einem Park zu vertreiben. Ich hätte ja noch in den Reiseführer geschaut, ob der Naschmarkt wirklich noch ist um die Zeit. Gögi am NaschmarktAber wie Männer so sind. Voller Tatendrang... also los zum Naschmarkt. Ähm ja, ich denke dieses Wild-West-Foto mit der gottlosen Gegend sagt genug aus oder?

So gings als letztes in den Stadtpark - ohne Tsatziki.... *schniffundheul*

Dort liessen wir die letzten Tage ein wenig Revue passieren und dösten vor uns hin, gut, nur ich *g* Und schon bald hiess es Rucksack im Hotel abholen und zurück zum Flughafen. Das wäre dann auch noch fast in die Hosen gegangen, standen wir doch in reger Erwartung auf häufige Zugverbindungen bei der S-Bahn-Station Prater und stellen fest, dass nun eine Stunde keiner mehr kommt, der zum Flughafen fährt *ächz* Zuvor hatten wir uns noch über den teuren (vermutlich privaten) Flughafentransfer-Zug C.A.T. amüsiert, nun speedeten wir selber los zum Bahnhof Mitte um so einen zu erwischen...was aber gelang und uns wie schon erwähnt Austrian Airline sicher nach Hause zurückbrachte...

 

Schlussworte: Gerade wenn man zuvor in einer doch eher nicht-grünen Stadt wie Paris war, fasziniert einem Wien mit seinen vielen Parks sehr. Es ist echt schön! Das Hotel kann ich absolut weiterempfehlen und wenn ich wieder mal nach Wien gehe, dann auch wieder dahin. Es war ein kurzer aber toller Tripp!! Merci an unsere Katzenhüter, ohne die wir nicht hätten gehen können. Und natürlich merci Gögi für die schöne Reisebegleitung! *knuuutsch*

 

Übernachten in Wien

Unser Hotel hatten wir vorab übers Internet gebucht und zwar das Hotel Nestroy Mercure Imlauer. Ein 4-Sterne-Hotel in der Nähe des Praters und somit im Kreis 2. Praktischerweise auch schön nahe an der U-Bahn-Station Nestroyplatz.

Hotel Nestroy Mercure Wien Wien Karte

Die Ankunft im Hotel war super. Nach den bisherigen eher preiswerten Unterkünften hatten wir diesmal etwas mehr ausgegeben und es hat sich voll gelohnt. Mal abgesehen davon, dass wir glücklicherweise das Zimmer bereits beziehen durften, obwohl es noch früh am morgen war, war das Zimmer riesig, mit einem schönen Doppelbett, sogar mit Sofa, Klimaanlkage, Fernseher und einem echt grossen Bad mit Doppellavabo. Das ganze noch gegen hinten in den Innenhof, total ruhig. Perfekt!

Ich würde jederzeit wieder ins Hotel Nestroy Mercure Imlauer gehen und kann es 100% empfehlen!

Hotel Nestroy Mercure Imlauer, Wien

 

 

 

 


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